Black History Month - Rosa Parks

Black Girl Magic! Im Februar wird schwarze Geschichte gefeiert! 

Black History Month? Feierst Du mit? Wir erklären Euch, warum der Februar jedes Jahr im Zeichen schwarzer Geschichte steht und präsentieren jede Woche im Februar eine außergewöhnliche und inspirierende schwarze Frau, die die Geschichte verändert hat!

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Black History Month in den USA

Der Black History Month, der alljährlich im Februar stattfindet, hat seine Ursprünge in den U.S.A. der 1920er Jahre. In diesem Monat wird die afroamerikanische Geschichte zelebriert und an bedeutende schwarze Menschen, die die U.S.-amerikanische Geschichte geprägt haben, erinnert. 

Die Feierlichkeiten entstanden aus dem Missstand heraus, dass in ihrer Gründungszeit schwarze Menschen und ihre Traditionen in den Geschichtsbüchern kaum Beachtung fanden, obwohl sie einen großen Teil der Bevölkerung ausmachten und die Geschichte der USA intensiv geprägt haben. Wenn Afroamerikaner in Geschichts- und Lehrbüchern überhaupt repräsentiert wurden, so beschränkte sich ihre Darstellung auf stereotype und abwertende Beispiele. Auch heute ist die Repräsentation von schwarzen Menschen in der Medienlandschaft der USA noch lange nicht frei von Stereotypen und Klischees. Der Black History Month kämpft dagegen an.

 

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Black History Month in Deutschland

In Deutschland wird der Black History Month seit den 1990er Jahren gefeiert und stellt afrodeutsche Menschen und ihre Errungenschaften in den Mittelpunkt. Da die deutsche Kolonialgeschichte und ihre verheerenden Auswirkungen auf dem afrikanischen Kontinent ebenfalls kaum Beachtung in den deutschen Geschichtsbüchern findet, dient der Black History Month auch in Deutschland dazu, die Öffentlichkeit für afrodeutsche Geschichte zugänglich zu machen. Außerdem bieten die Feierlichtkeiten Afrodeutschen selbst Anhaltspunkte zur Identifizierung mit der eigenen Geschichte.

Rosa Parks - eine Vorreiterin der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung 

Rosa Parks being fingerprinted by Deputy Sheriff D.H. Lackey after being arrested on February 22, 1956, during the Montgomery bus boycott

Rosa Parks wurde am 4. Februar 1913 als Rosa Louise McCauley in Alabama geboren. Parks' Großeltern, bei denen sie aufwuchs, waren ehemalige Sklav_innen und setzten sich für die Gleichstellung aller Menschen ein. Dementsprechend erlebte Rosa Parks selbst in ihrer Kindheit und Jugend rassistische Diskriminierung, aber auch Aktivismus für Gleichberechtigung. In den Südstaaten, wo Parks aufwuchs, war die Rassentrennung zu dieser Zeit stark ausgeprägt. So besuchte Parks eine Schule, die ausschließlich für Afroamerikaner_innen bestimmt war.

Wie auch die Schulen waren sämtliche Bereiche des öffentlichen Lebens in der Gegend von der Rassentrennung bestimmt. Es gab beispielsweise getrennte Eingänge für Kinos, getrennte Parkbänke und Wartehallen für Busse:

Sign at bus terminal in Rome, Georgia

 Auch im Bus gab es getrennte Bereiche. Afroamerikaner_innen war es verboten, die vorderen Reihen im Bus zu besetzen. Die hinteren Reihen, in denen schwarze Menschen sitzen durften, waren meist überfüllt, und in den mittleren Reihen mussten sie ihren Platz sofort frei machen, wollte eine weiße Person diesen in Anspruch nehmen.

Rosa Parks wurde am 1. Dezember 1955 verhaftet, da sie sich weigerte, ihren Platz in einer mittleren Busreihe für eine weiße Person zu räumen. Sie war damals 42 und sah es, nach einem langen Arbeitstag (sie arbeitete als Näherin), nicht ein, für den Rest der Busfahrt stehen zu müssen.

I had given up my seat before, but this day, I was especially tired. Tired from my work as a seamstress, and tired from the ache in my heart.

- Rosa Parks

Rosa Parks hatte der immensen rassistisch begründeten Ungerechtigkeit, die ihr im alltäglichen Leben widerfuhr und sie protestierte dagegen, indem sie auf ihrem Platz sitzen blieb.

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Ihr Protest gab den Anstoß zum durch Martin Luther King organisierten Montgomery Bus Boycott, in dessen Anschluss die Behörden die Rassentrennung in Bussen aufhoben. Außerdem folgten viele weitere Proteste der Bürgerrechtsbewegung. So wurde Rosa Parks als Gesicht der dieser Bewegung bekannt, durch die die Situation von Afroamerikaner_innen verbessert und die in den Südstaaten geltenden Jim-Crow-Gesetze abgeschafft wurden.

I would like to be known as a person who is concerned about freedom and equality and justice and prosperity for all people.
- Rosa Parks

Rosa Parks' Protest hatte aber auch zur Folge, dass sie ihren Job als Näherin verlor, da Aktivist_innen Wirtschaftssanktionen als Strafe auferlegt wurden. Parks ließ sich davon aber nicht kleinkriegen und sprach im Anschluss öffentlich über die Ungerechtigkeiten, die Afroamerikaner_innen erlebten und war als Bürgerrechtlerin aktiv. Sie starb am 24. Oktober 2005, im Alter von 92 Jahren, an Demenz.

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Zu Ehren Rosa Parks' wurden unter anderem Statuen gebaut, öffentliche Verkehrsstationen nach ihr benannt, ein Museum errichtet und ein Film mit ihrer Lebensgeschichte veröffentlicht, in dem Angela Bassett sie verkörperte.

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