Was ist FlowBirthing?

FlowBirthing ist keine neue Geburtsmethode, es steht vielmehr für eine neue Geburtskultur auf dem uralten weiblichen Weisheitswissen von Frauen. Der Hintergrund ist, dass jede Geburt einzigartig ist, so einzigartig wie die Seele, die das Licht der Welt erblick. Ein co-kreativer Tanz von Mutter und Kind und der Schöpfungskraft, der sich frei fließend entlang der Bedürfnisse des Augenblicks entfalten will.
Klar ist daher: Es gibt nicht den einen Weg zu einer Traumgeburt, sondern den für Mutter und Kind stimmigen Weg. Um diesen Weg zu finden und gehen zu können, braucht es Selbst-Vertrauen und oftmals eine Erlaubnis für die werdenden Mütter, auf sich selbst zu hören und der inneren Führung zu folgen. Denn allein die Mutter weiß, wie ihr Kind sicher geboren werden kann.

Warum ist es so wichtig, eine Alternative zu einer hochtechnisierten Geburtshilfe zu haben?

Ganz klar: Im Notfall ist die hochtenisierte Geburtshilfe ein Segen für Mutter und Kind. Dieser Notfall tritt laut WHO in max. 10 Prozent der Fällen ein. 90 Prozent benötigen keinerlei Interventionen, erfahren diese leider dennoch immer wieder aufgrund der hochtechnisierten Geburtshilfe, deren Ansprüche den Anforderungen einer natürlichen Geburt entgegen laufen. 
Für mich gibt es eine Art “altes Wissen” in jeder Frau, die ihr eine sichere, leichte, ja ekstatische Geburt bescheren kann. Viele fühlen sich zunehmend ausgeliefert, wenn diese Möglichkeit nicht mehr in Betracht gezogen wird.

FlowBirthing klärt darüber auf und stärkt die Frauen in ihrem Wunsch nach einer natürlichen Geburt aus der eigenen Kraft. Ich bin da ganz bei Frau Dr. Christine Northrup, die sagt: »Wenn genügend Frauen erkennen, dass Geburt eine Zeit der Möglichkeit ist, um mit der wahren weiblichen Kraft in Berührung zu kommen und wenn sie gewillt sind, dafür die Verantwortung zu übernehmen, werden wir die Macht der Geburt wieder erlangen und die Technologie dorthin bringen, wo sie hingehört – zu den Frauen, aber nicht als ihr Meister.« 

Die Medien sind momentan voll von Berichten über Geburtstraumata. Warum kommt es immer wieder zu solchen Vorfällen?

Ja, leider. Zum einen ist es natürlich gut, wenn die Missstände aufgedeckt werden, die aufgrund der katastrophalen Situation in vielen Krankenhäusern herrschen. Sei es aufgrund von Hebammenmangel oder Schließungen von kleineren Geburtsabteilungen.
Es wird leider oft schlicht der Mangel verwaltet und ein krankes System auf dem Rücken von Müttern und Neugeborenen am Leben erhalten.
Die Situation verschlechtert sich seit Jahren - trotz aller Proteste und Aktionen verändert sich nichts. Ob aus Desinteresse, Unwissenheit oder Borniertheit der Entscheidungsträger, wer weiß das schon so genau. 

Ich weiß jedenfalls, dass die ganzen negativen Berichte viele werdende Mütter zusätzlich verängstigen. Viele leiden eh schon darunter, z.B. keine Hebamme mehr zu finden und sind verängstigt. Angst frisst Vertrauen auf - das A und O für eine natürliche Geburt. 
Wer sich für eine Klinikgeburt entscheidet, sollte aufgeklärt sein, dass dies längst nicht mehr der sicherste Ort für eine Geburt ist. In England hat eine Studie belegt, dass die schweren Verläufe bei Hausgeburten und Kliniken gleich sind. Es gibt jedoch einen signifikanten Unterschied bei der Anzahl der Interventionen, die dann zu weiteren teils schweren Eingriffen führen, sollte in einem Klinikumfeld entbunden werden. 
Ist die Entscheidung für eine Klinikgeburt gefällt - und die Entscheidung sollte allein die Gebärende treffen! - braucht es dort ein hohes Maß an Vertrauen in die Geburtshelferinnen. Ohne Vertrauen gibt es keine natürliche Geburt. 

Was verstehst Du unter einer positiven Geburtskultur?

Eine positive Geburtskultur ist ein freudvoller Blick auf Schwangerschaft und Geburt. Was einst selbstverständlich als "guter Hoffnung sein" betitelt wurde, ist in der Angstgesellschaft in der wir leben, ein rares Gut geworden. Mit Angst lässt sich Geld verdienen, doch Angst ist kein guter Ratgeber - schon gar nicht auf dem Weg in ein neues Leben. 
Angst blockiert den Geburtsverlauf und nimmt der werdenden Mutter die wundervolle Erfahrung einer freudvoll erlebten Schwangerschaft und Geburt. 

Eine positive Geburtskultur stellt also das Wohlgefühl und die positive Ausrichtung auf das Abenteuer der Geburtsreise in den Mittelpunkt. Und damit die vielfachen Entwicklungspotentiale, die die Zeit der Schwangerschaft immer auch darstellt. Denn: Es wird ja nicht nur ein Kind geboren, sondern auch die Frau wird neu geboren: als Mutter. Geburt ist soviel mehr als ein körperlicher Prozess. Er bezieht die Frau als Ganzes auf geistig-seelischer-emotionaler und auch spiritueller Ebene mit ein. Eine positive Geburtskultur fördert die weibliche Kraft. Sie ist eine Initiation in die weibliche Kraft und lässt Mutter und Kind gestärkt aus der Geburtserfahrung hervorgehen.  

Würdest du sagen, Frauen die “klassisch” im Krankenhaus entbinden, sind auf den Prozess der Geburt – und das Danach ideal vorbereitet?

Die Entscheidung für einen Geburtsort sollte bewusst getroffen werden - weder ideologisch, noch nach dem Motto: “alle gebären im Krankenhaus, also gibt es keine Alternative”. Was ich immer wieder feststelle ist, dass es Frauen gibt die denken, im Krankenhaus das “Rundum-Sorglos-Paket” gebucht zu haben und mit Eintritt ins Krankenhaus ihre Verantwortung abgeben. Allein das Wort “Entbindung” suggeriert sich entbinden zu lassen, also passiv zu sein und den Hebammen und Ärzten die Macht zu übertragen. Das funktioniert so aber nicht. Es ist im besten Fall ein Miteinander mit der Gebärenden im Mittelpunkt. Das setzt voraus, dass sich die Frau selbst in den Mittelpunkt stellt und mit sich in Verbindung ist. Sie kann dann ihre Bedürfnisse wahrnehmen, ihren Empfindungen vertrauen und klar aussprechen, was ihr gut tut und was nicht. 
Wenn Denken, Fühlen und Handeln übereinstimmen, kann sich der Geburtsprozess im Flow förderlich entfalten, was zu leichten Geburten aus eigener Kraft führt. 
Die Erfahrung vom Geburtsprozess überwältigt zu werden, ihn aber dennoch Dank des Vertrauens und des Selbst-Bewusstseins bewältigen zu können, lässt die Frauen ihre eigene Kraft, Würde und Selbstmächtigkeit erfahren. Dies wiederum ist der fruchtbare Boden, auf dem sich das Muttersein im Zentrum der eigenen Kraft entwickeln kann. Im Gegensatz zu Ohnmachtserfahrungen, die nicht selten eine jahrelange Schwächung der Frauen bedeuten. Wer sich mit mit Schuld- und Versagensgefühlen herumplagt, kann nur sehr erschwert in ein positives Erleben des Mutterseins finden.

Was wünschst du dir für alle Hebammen da draußen?

Ich wünsche mir, dass sich die Hebammen wieder erinnern, wo sie herkommen. Lange bevor sie Erfüllungsgehilfinnen einer technisierten Geburtsmedizin wurden, waren sie Seelenführerinnen. Sie führten eine Seele in die Welt, begleiteten sie als weise Frauen und Ratgeberinnen durch das Leben und am Lebensende wieder hinaus. 
Sie konnten dies tun, da sie angebunden an die weibliche Kraft waren und wirkten.
Hebammen waren gleichwertig mit Priesterinnen und daher im Mittelalter der erklärte Feind der Katholischen Kirche. Die Entmachtung fand jedoch erst statt, als sich kirchliche und weltliche Macht und Wissenschaft zusammen taten und Hebammen - die nachweislich über 5000 Jahre zum Wohle der Frauen gewirkt haben - mundtot gemacht und für inkompetent erklärt wurden.

Ich wünsche mir, dass Hebammen ein neues Selbstbild aufbauend auf ihrer Würde und Souveränität entwickeln. Ich erlebe in Gesprächen mit Hebammen leider sehr oft, dass unbewusst große Angst herrscht, sich der eigenen Kraft und Macht zu stellen und Verantwortung so abgeschoben wird. Auf das System, oder, nicht selten auch auf die jungen Frauen. Solange der Stachel der Spaltung im weiblichen Feld steckt, wird es wohl keine Lösung geben, denn die Neuordnung der Geburtshilfe verlangt nach Frauen, die sich selbst in den Mittelpunkt stellen, sich gegenseitig ermächtigen und unterstützen. 

Interview mit Kristina Rumpel, Soziologin, Hebamme und Mitinitiatorin von FlowBirthing

Bild von @evarosebirth




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