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Übelkeit vor der Periode: Ursachen & was dagegen hilft

letzte Aktualisierung 03.01.2026, von Julia Rittereiser

Das Wichtigste in Kürze:

Hormon-Achterbahn: Prostaglandine und sinkende Hormonspiegel bringen Magen und Darm aus dem Takt. 🎢

Häufiges Symptom: Bis zu 50 % aller Menstruierenden kennen das flaue Gefühl vor den Tagen. 🤝

Trigger Stress: Ein überreizter Vagusnerv und Blutzucker-Schwankungen verstärken die Übelkeit. ⚡

Natürliche Hilfe: Ingwer, Vitamin B6 und Kräutertees beruhigen das Verdauungssystem effektiv. 🍵

Sanfter Komfort: Kleine Mahlzeiten und bequeme Periodenunterwäsche ohne Druck entlasten den Bauch. ☁️

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Übelkeit vor der Periode: Ursachen & was dagegen hilft

Plötzlich flau im Bauch? Wenn dich kurz vor den Tagen ein mulmiges Gefühl überkommt, bist du nicht allein. Wir gehen der PMS-Übelkeit auf den Grund, erklären die biologischen Zusammenhänge und zeigen dir, wie du deinen Magen nachhaltig beruhigst.

Du bist gerade mitten im Alltag, versuchst deine To-Do-Liste abzuarbeiten und dann trifft es dich: dieses typische flau-mulmige Gefühl. Ein kurzer Blick in die Zyklus-App bestätigt: Es ist wieder die Lutealphase. Viele Frauen* leiden unter Übelkeit vor der Periode. Oft fühlt es sich an, als wolle der Körper sicherstellen, dass du die kommende Menstruation auf keinen Fall ignorierst als wären Stimmungsschwankungen und Krämpfe nicht schon genug.

 

Warum ist mir vor der Periode so schlecht? Die Ursachen im Detail

Die Ursachen für prämenstruelle Übelkeit sind komplexer als ein einfaches Hormon-Ungleichgewicht. Es ist ein Zusammenspiel aus Botenstoffen, dem Nervensystem und deiner Verdauung.

1. Das Zusammenspiel von Prostaglandinen

Kurz vor der Blutung produziert die Gebärmutterschleimhaut Prostaglandine. Diese Botenstoffe bewirken, dass sich die Gebärmuttermuskulatur zusammenzieht, um die Schleimhaut abzustoßen. Das Problem: Prostaglandine bleiben oft nicht lokal. Wenn sie in den Blutkreislauf gelangen, erreichen sie auch den Magen-Darm-Trakt. Dort lösen sie ähnliche Kontraktionen aus, was zu Übelkeit, flauem Magen und sogar Perioden-Durchfall führen kann.

2. Der Abfall von Östrogen und Progesteron

In der zweiten Zyklushälfte steigt Progesteron an, um die Gebärmutter auf eine Schwangerschaft vorzubereiten. Bleibt diese aus, fällt der Spiegel rapide ab. Dieser Entzug wirkt direkt auf das Brechzentrum im Gehirn. Zudem verlangsamt Progesteron die sogenannte Magenentleerungsrate. Nahrung verbleibt länger im Magen, was Gärprozesse begünstigt und das Übelkeitsgefühl verstärkt.

3. Die Rolle von Serotonin

Wusstest du, dass ein Großteil deines Glückshormons Serotonin im Darm produziert wird? Sinkt der Östrogenspiegel, sinkt oft auch der Serotoninspiegel. Da Serotonin maßgeblich an der Steuerung der Verdauung beteiligt ist, kann dieser Mangel zu den typischen PMS-Magenbeschwerden führen.

 

Übelkeit vor der Periode: Stress & weitere Auslöser

Hormone legen das Fundament, aber dein Lebensstil entscheidet oft über die Intensität der Symptome.

  • Stress und der Vagusnerv: Der Vagusnerv verbindet Gehirn und Darm (die sogenannte Darm-Hirn-Achse). Bei Stress ist dieser Nerv überreizt, was PMS-Symptome wie Übelkeit massiv verstärken kann.

  • Blutzuckerschwankungen: Viele Frauen haben vor der Periode Heißhunger auf Süßes. Der darauffolgende Insulin-Crash kann Schwindel und Übelkeit auslösen.

  • Magnesiummangel: Ein niedriger Magnesiumspiegel verstärkt Muskelkrämpfe , auch die des Magens.

  • Hormonelle Verhütung: Wer die Pille nimmt oder gerade das Präparat gewechselt hat, kann unter "Anpassungs-Übelkeit" leiden, da der Körper auf die synthetischen Hormone reagiert.


Ist Übelkeit vor der Periode eigentlich normal?

Kurz gesagt: Ja, es ist ein anerkanntes Symptom. Studien deuten darauf hin, dass etwa 20 bis 50 % aller Menstruierenden in den 7 bis 10 Tagen vor der Periode unter Übelkeit leiden.

Solange die Übelkeit mild bleibt und mit dem Einsetzen der Periode verschwindet, ist sie meist harmlos. Dennoch solltest du auf deinen Körper hören. Wenn die Übelkeit so stark ist, dass du deinen Alltag nicht mehr bewältigen kannst, könnte eine PMDS (Prämenstruelle Dysphorische Störung) vorliegen. Hier sind die Symptome (auch die psychischen) so intensiv, dass eine therapeutische oder medizinische Begleitung ratsam ist.


Übelkeit vor der Periode oder doch Schwangerschaftsanzeichen?

Da die Symptome sich überschneiden, entsteht oft Unsicherheit. Hier ist ein Vergleich zur Orientierung:

Merkmal PMS-Übelkeit Schwangerschaftsübelkeit
Zeitpunkt Meist 3–7 Tage vor der Periode Oft erst ab der 6. Woche (nach Ausbleiben)
Dauer Endet meist mit Beginn der Blutung Hält oft den ganzen Tag über Wochen an
Geruchssinn Leicht erhöht Extrem sensibel (oft mit Erbrechen)
Brustschmerzen Ziehen/Spannen (zyklisch) Oft sehr empfindliche, dunklere Brustwarzen


Was kann man gegen Übelkeit vor der Periode machen?

Hier kommen praktische Tipps, um die Übelkeit besser in den Griff zu bekommen:

1. Ernährung als Medizin

  • Ingwer-Power: Die Scharfstoffe im Ingwer (Gingerole) blockieren die Rezeptoren im Magen, die für Übelkeit zuständig sind. Trink über den Tag verteilt frischen Ingwertee.

  • Viel Vitamin B6: Es hilft der Leber, überschüssiges Östrogen abzubauen. Enthalten in Bananen, Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten.

  • Kleine Portionen: Vermeide große, schwere Mahlzeiten. 5-6 kleine Snacks halten den Blutzucker stabil.

2. Sanfte Entspannung & Kleidung

Stressreduktion ist der Schlüssel. Atemübungen oder Meditation beruhigen den Vagusnerv. Auch die Wahl der Kleidung spielt eine Rolle: Wenn der Bauch aufgebläht ist und die Übelkeit drückt, ist enge Kleidung eine Qual. Viele Frauen greifen in dieser Zeit zu bequemer Periodenunterwäsche. Diese bietet nicht nur Sicherheit, wenn die Tage überraschend kommen, sondern verzichtet oft auf einschneidende Gummibünde, was den Druck auf den Magen-Darm-Bereich minimiert und das Wohlbefinden steigert.

3. Natürliche Helfer

  • Mönchspfeffer (Vitex Agnus-Castus): Kann bei langfristiger Einnahme helfen, das hormonelle Gleichgewicht zwischen Östrogen und Progesteron wiederherzustellen.

  • Kamille und Fenchel: Diese Tees entspannen die glatte Muskulatur im Bauchraum.


Fazit: Du musst dich nicht mit PMS-Übelkeit abfinden

Auch wenn Übelkeit vor der Periode definitiv nicht angenehm ist – du bist nicht allein. Und: Du kannst etwas tun. Beobachte deinen Zyklus, achte auf deinen Körper und finde heraus, was dir hilft. Und zögere nicht deine Frauenärztin zu konsultieren, du musst starke Übelkeit nicht aushalten bzw. ertragen. 

 

Häufige, weitere Fragen im Kontext Übelkeit vor der Periode:

Warum fühle ich mich vor meiner Periode krank?

Dieses Gefühl, als würde sich eine Erkältung anschleichen – mit Schlappheit, Kopfweh, Übelkeit, Frösteln oder Gliederschmerzen – kennt mehr als man denkt. Schuld daran ist oft das, was um den Eisprung herum und kurz vor der Menstruation im Körper passiert: Hormonelle Schwankungen können dein Immunsystem vorübergehend beeinflussen. Dieses Phänomen nennt sich umgangssprachlich „Period Flu“. Da dein Körper in dieser Phase oft Schwierigkeiten hat, seine Temperatur stabil zu halten, kann funktionale Unterwäsche gegen Schwitzen helfen, unangenehme Schweißausbrüche oder Fröstel-Attacken auszugleichen und dein Wohlbefinden zu steigern.

Die gute Nachricht: Meist ist das kein Zeichen für eine tatsächliche Infektion – sondern einfach dein Körper, der sensibler reagiert als sonst. Wärme, ausreichend Schlaf, eine ruhige Umgebung und viel Flüssigkeit können helfen, die Symptome zu lindern. Und: Du bist nicht allein – viele fühlen sich in dieser Phase wie „leicht krank“, obwohl sie es körperlich nicht wirklich sind.

Ist Schwäche ein Symptom von PMS?

Wenn du dich in den Tagen vor deiner Periode ausgelaugt, müde oder sogar richtig erschöpft fühlst, bist du nicht allein. Dein Körper leistet in dieser Phase einiges: Hormonspiegel schwanken, die Gebärmutterschleimhaut wird vorbereitet (oder abgebaut), und dein System checkt im Hintergrund, ob sich eine Schwangerschaft anbahnt.

Kein Wunder also, dass PMS häufig mit körperlicher Schwäche und Antriebslosigkeit einhergeht. Manche fühlen sich wie „ausgebrannt“, obwohl sie genug geschlafen haben. Das Beste, was du in solchen Momenten tun kannst: gönn dir Ruhe, iss regelmäßig, beweg dich sanft (z. B. ein Spaziergang oder leichtes Yoga).

Warum geht es mir vor der Periode so schlecht?

Deine Hormone fahren Achterbahn: In der zweiten Zyklushälfte steigt der Progesteronspiegel an. Wenn dein Körper merkt, dass keine Schwangerschaft eingetreten ist, fällt dieser Spiegel wieder – und genau dieser Abfall kann für viele die berüchtigte „PMS-Welle“ auslösen.

Das Ergebnis: Stimmungstiefs, Übelkeit, Heißhunger, Erschöpfung, Schlafprobleme, Tränen aus dem Nichts – alles Teil dieser intensiven hormonellen Umstellung. Besonders sensibel reagiert der Körper dabei auf die Abbauprodukte des Progesterons, was die Beschwerden noch verstärken kann.

Quellen

  • Frauenärzte im Netz: Prämenstruelles Syndrom (PMS) – Krankheitsbild & Ursachen
  • Gesundheitsinformation.de: PMS: Hilfe bei prämenstruellen Beschwerden
  • MSD Manual: Prämenstruelles Syndrom (PMS) - Gynäkologie und Geburtshilfe

Hinweis:

Unsere Inhalte dienen der allgemeinen Information und sollen Dir helfen, Deinen Körper besser zu verstehen. Sie ersetzen jedoch keine ärztliche Untersuchung oder Beratung. Wenn Du gesundheitliche Beschwerden hast, unsicher bist oder starke Veränderungen bemerkst, wende Dich bitte immer an Deine Ärztin oder Deinen Arzt.

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