Heißhunger, Unterleibs- und Rückenschmerzen, Krämpfe, Blähungen, Durchfall. Das ist nur eine Auswahl der Beschwerden, die während der Periode auftreten können. Manchmal fällt es uns schwer, die Schmerzen einzuordnen und wir wissen gar nicht, dass sie mit der Periode zusammenhängen. Damit bist Du nicht alleine! Wir haben die Antworten zum Thema Schmerzen während der Periode.

Die meisten menstruierenden Menschen leiden unter Menstruationsbeschwerden (im Fachjargon “Dysmenorrhoe” genannt). Diese können sehr unterschiedlich ausfallen. Welche Schmerzen normal sind und warum sie gerade während der Periode auftreten, erfahrt Ihr hier! 

Krämpfe, Übelkeit und Durchfall - volles Periodenschmerz-Programm untenrum

Die wohl bekanntesten Beschwerden, die menstruierenden Menschen während der Periode das Leben schwer machen, spielen sich im Unterleib ab. Während der Menstruation bilden sich in der Gebärmutterschleimhaut verstärkt körpereigene Botenstoffe (Prostaglandine). Diese sorgen dafür, dass sich die Muskulatur der Gebärmutter zusammenzieht und dabei die aufgebaute Schleimhaut abstößt. Das Zusammenziehen hat zur Folge, dass das Gewebe weniger durchblutet wird und daher eine schlechtere Sauerstoffversorgung hat - das führt zu den schmerzhaften Krämpfen. Die Schmerzen konzentrieren sich übrigens nicht unbedingt ausschließlich auf die Vorderseite des Körpers. Schmerzen im unteren Rücken treten als weiteres Symptom bei vielen menstruierenden Menschen auf.

 

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Auch Durchfall ist keine Seltenheit während der Periode. Schuld ist das Hormon Progesteron. Vor der Periode sorgt es aber tatsächlich eher für Verstopfungen, um die Einnistungen eines eventuellen Embryos zu ermöglichen; das bedeutet, dass alles fester wird. Setzt dann die Periode ein, schlägt das in das Gegenteil um - die Spannung löst sich und nicht nur das Blut “schießt” aus dem Körper heraus. Das kann übrigens auch dazu führen, dass Du Dein Pipi nicht halten kannst - keine Sorge, das geht vielen so! Beckenbodenübungen können Abhilfe schaffen!

 

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Kopfschmerzen, bis hin zur Migräne - auch das gehört zur Periode dazu

Wenn wir menstruieren, wirkt sich das aber auch auf den oberen Teil des Körpers aus - nichts bleibt verschont, wie es scheint! Und hier spielen natürlich, wie soll es auch anders sein, wieder die Hormone die Hauptrolle! Das für die Unterleibskrämpfe verantwortliche Prostaglandin kann auch für Kopfschmerzen sorgen. Außerdem sorgt der Östrogenspiegel, der vor der Menstruation absinkt, für Kopfschmerzen oder sogar Migräne. Kein Wunder, dass viele menstruierende Menschen während ihrer Periode kaum bewegungsfähig sind!

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Auch Psychische Symptome gehören zu Beschwerden während der Periode

Wenn alles weh tut, schlägt sich das auf unsere Stimmung aus - ist doch klar! Zu typischen Symptomen vor und während der Menstruation gehören auch Stimmungsschwankungen, bis hin zu depressiven Episoden, Schlafstörungen, Müdigkeit oder Heißhungerattacken. Eindeutige wissenschaftliche Erklärungen dafür gibt es nicht, aber bei all dem, was in unserem Körper während der Periode passiert, ist es nicht gerade verwunderlich, dass auch unsere Psyche darunter leidet.

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Menstruationsbeschwerden erkennen - Communication is the key

Ein Spruch á la "Die hat wohl ihre Tage!” kann zwar zutreffend, aber genauso unnötig sein. Wie wäre es stattdessen mit etwas mehr Verständnis - gerade von der männlichen Seite. Denn mal ehrlich, wer würde bei der Palette an Symptomen, die während der Menstruation auftreten können, nicht leiden? Deswegen ist es wichtig, einordnen zu können, woher sie kommen, um darauf zu reagieren und auch seine Umwelt dafür zu sensibilisieren.

 

 

Doch keine Sorge, Ihr seid nicht bis zur Menopause dazu verdammt, Euer Leiden während der Periode einfach hinzunehmen! Hier findet Ihr Tipps, wie Ihr mit Hausmitteln Eure Menstruationsbeschwerden lindern könnt.

Sollten Dir Deine Menstruationsbeschwerden besonders heftig oder ungewöhnlich vorkommen, sprich unbedingt mit Deinem Arzt oder Deiner Ärztin darüber! Besonders starke oder plötzlich auftretende Schmerzen könnten auf eine gynäkologische Erkrankung, wie beispielsweise Endometriose, hinweisen.

 

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