Obwohl sie sehr individuell ausfallen, dauern Menstruationsblutungen im Durchschnitt 4 bis 8 Tage. Die Periodendauer steht im Zusammenhang mit der Zykluslänge, in der Regel beträgt diese 28 Tage. Dabei beträgt die Zeit zwischen zwei Blutungen durchschnittlich 21 Tage.
Wie lange und stark ist die Periode? Alle Tage sind anders...
In den meisten Fällen ist die Periode an den ersten zwei Tagen am stärksten und somit für viele Frauen* auch am schmerzhaftesten. Zu diesem Zeitpunkt wird also das meiste Blut abgesondert, das sich meist von einem anfangs hellem zu einem dunkleren Rot verändert. Für diese Zeit gibt es spezielle Periodenunterwäsche, die auf starke Blutung optimiert ist.
Am Ende der üblichen 4 bis 8 Tage klingt die Blutung dann ab und es kann noch zu Schmierblutungen kommen, die auch häufig eher bräunlich aussehen, da es sich dabei um altes Blut handelt.
Warum die Dauer der Periode unregelmäßig lang sein kann
Wie lange deine Periode effektiv andauert hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Stress hat beispielsweise häufig eine Auswirkung auf den Zyklus und kann verursachen, dass die Menstruation früher oder später einsetzt, aber auch andere Einflussfaktoren bestimmen die Dauer der Periode
Hormonelle Schwankungen beeinflussen die Dauer der Periode
Die Länge deiner Periode wird maßgeblich von den Hormonen Östrogen und Progesteron gesteuert. Schwankungen in diesen Hormonen können dazu führen, dass die Blutung kürzer oder länger dauert als gewöhnlich.
Besonders in der Pubertät, nach einer Schwangerschaft oder in den Wechseljahren ist das normal, da sich der Hormonhaushalt in diesen Phasen stark verändert. Aber auch äußere Faktoren wie Stress oder Ernährung können Einfluss auf die Hormonproduktion nehmen.
Ernährung & Gewichtsveränderungen können die Menstruation verkürzen
Deine Ernährung und dein Körpergewicht können einen großen Einfluss auf die Länge deiner Periode haben. Starker Gewichtsverlust oder Untergewicht kann dazu führen, dass die Periode kürzer oder sogar ganz ausbleibt, weil der Körper nicht genug Energie für den Zyklus hat.
Umgekehrt kann auch Übergewicht oder eine sehr zuckerreiche Ernährung hormonelle Ungleichgewichte verursachen, die die Blutung verlängern oder verstärken. Besonders wichtig sind Nährstoffe wie Eisen, Zink und gesunde Fette, die den Hormonhaushalt unterstützen.
Sport & körperliche Aktivität beeinflussen Hormonlevel
Sport kann sich sowohl positiv als auch negativ auf die Länge deiner Periode auswirken. Sehr intensiver Sport, insbesondere Ausdauersport oder Krafttraining in hoher Frequenz, kann dazu führen, dass die Periode kürzer wird oder ganz ausbleibt.
Das liegt daran, dass der Körper bei hoher körperlicher Belastung weniger Östrogen und Progesteron produziert, um Energie zu sparen.
Einfluss von Verhütungsmitteln & Medikamenten auf Menstruationslänge
Hormonelle Verhütungsmittel wie die Pille, Hormonspirale oder der Vaginalring können die Periode kürzer, schwächer oder sogar ganz ausfallen lassen. Das liegt daran, dass sie den natürlichen Zyklus unterdrücken und die Gebärmutterschleimhaut weniger aufgebaut wird.
Umgekehrt kann die Kupferspirale, die ohne Hormone wirkt, oft zu stärkeren und längeren Blutungen führen, besonders in den ersten Monaten nach dem Einsetzen. Auch bestimmte Medikamente wie Blutverdünner, Schilddrüsenmedikamente oder Antidepressiva können den Zyklus beeinflussen.
PCOS, Endometriose & Dauer der Periode
Bestimmte gesundheitliche Bedingungen können die Länge deiner Periode stark beeinflussen.
Schilddrüsenerkrankungen, sowohl eine Über- als auch eine Unterfunktion, können den Hormonhaushalt durcheinanderbringen und den Zyklus verlängern oder verkürzen.
PCOS (Polyzystisches Ovarialsyndrom) führt oft zu unregelmäßigen oder ausbleibenden Perioden, während Endometriose oder Myome eher lange und schmerzhafte Blutungen verursachen.
Auch Blutgerinnungsstörungen können dafür sorgen, dass die Periode ungewöhnlich lange dauert oder sehr stark ist.
Kann durch Stress und psychische Belastung die Periode länger dauern?
Stress kann deine Periode ganz schön durcheinanderbringen, weil er die Produktion des Stresshormons Cortisol ankurbelt. Dieses Hormon kann den Zyklus beeinflussen, indem es die Ausschüttung von Östrogen und Progesteron stört.
Kurzfristiger Stress kann dazu führen, dass deine Periode etwas später kommt, während chronischer Stress sogar den Eisprung unterdrücken und die Blutung ganz ausbleiben lassen kann. Viele merken auch, dass stressige Phasen zu stärkeren oder längeren Blutungen führen.
Wann weiß ich, dass die Periode zu Ende ist?
Meist wird das Blut zum Schluss heller oder bräunlicher, weil weniger nachkommt. Im Durchschnitt dauert die Periode 4 bis 8 Tage. Du merkst, dass deine Periode zu Ende ist, wenn die Blutung ganz aufhört oder nur noch ganz leichte Schmierblutungen auftreten.
Kann die Periode länger als 7 Tage dauern?
Ja, die Periode kann länger als 7 Tage dauern – das kommt manchmal vor und ist nicht zwangsläufig besorgniserregend. Eine anhaltende Menstruation über 7 Tage wird als Menorrhagie bezeichnet und kann verschiedene Ursachen haben, wie z.b. hormonelle Schwankungen. Falls deine Periode regelmäßig sehr lange anhält oder besonders stark ist, kann eine ärztliche Abklärung sinnvoll sein.
Wann blutet man am meisten in der Periode?
Die stärkste Blutung tritt normalerweise am ersten und zweiten Tag der Periode auf. In dieser Phase kann es vorkommen, dass sich kleine Blutklümpchen oder Gerinnsel im Periodenblut bilden. Das ist ganz normal und entsteht, weil das Blut im Körper gerinnt, bevor es ausgeschieden wird.
3 Tipps wie Du Dich mit Deiner Periode und ihrer Dauer vertraut machst
- Grundsätzlich ist es empfehlenswert, sich über den eigenen Körper und dessen Funktionen zu informieren - deshalb ist unser Tipp eins einen Zyklus-Tracker zu nutzen.
- Denn letzten Endes ist jeder Körper einzigartig und nur man selbst kann herausfinden, wie er tickt :) Außerdem kannst Du dann auch eingeben, wie Du Dich zu unterschiedlichen Zykluszeiten gefühlt hast.
- Finde heraus welches Hygieneprodukt am besten zu deinen Bedürfnissen passt, Periodenunterwäsche wird in den letzten Jahren immer beliebter, da sie sich wie normale Unterwäsche anfühlt und besonders bei unregelmäßiger Periode ein echter Life Saver sein kein. Neben Basic Perioden Slips, nahtloser Periodenunterwäsche, die sich unter enger Kleidung nicht abdrückt, gibt es auch Periodenunterwäsche, extra für starke Blutung.
WICHTIG: Wenn die Periode über längere Zeit sehr unregelmäßig ist, kann es sinnvoll sein, die Hormonwerte ärztlich checken zu lassen.
Foto: Erol Ahmed via Unsplash