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Weiblicher Zyklus: Wie funktioniert der Menstruationszyklus?

Der weibliche Zyklus ist ein echtes Wunderwerk – komplex, kraftvoll und oft total unterschätzt. Denn da passiert so viel mehr als „nur“ die Periode: Hormone, Stimmung, Energielevel – alles verändert sich im Laufe eines Monats. Vielleicht spürst du es manchmal ganz deutlich, vielleicht eher subtil. Aber was genau läuft da eigentlich in unserem Körper ab?

In diesem Artikel nehmen wir dich mit auf eine Reise durch deinen Menstruationszyklus: Von der Menstruation über den Eisprung bis hin zu den hormonellen Hochs und Tiefs dazwischen. Wir erklären dir, was in den einzelnen Phasen passiert, wie du deinen Körper besser verstehen (und unterstützen) kannst – und räumen dabei gleich mit ein paar Mythen auf.

Bereit, deinem Zyklus auf Augenhöhe zu begegnen? Let’s go!


Wie ist der Zyklus aufgebaut?

Der weibliche Zyklus ist ein faszinierendes Zusammenspiel aus Hormonen, Gewebeveränderungen und körperlichen Signalen. Er beginnt am ersten Tag der Menstruation und endet mit dem Tag vor der nächsten Blutung.

Auch wenn 28 Tage oft als „Standard“ gelten, ist das eher die Ausnahme: Studien zeigen, dass nur etwa 12 % aller Menstruierenden wirklich einen 28-Tage-Zyklus haben. Alles zwischen 21 und 35 Tagen gilt als völlig normal. Zudem können sich Zykluslängen monatlich verändern – durch Stress, Schlafmangel, Reisen, Krankheiten oder psychische Belastungen.

 

Die vier Phasen deines Menstruationszyklus

Dein Zyklus besteht aus vier ineinander übergehenden Phasen – jede mit ihren ganz eigenen hormonellen Prozessen und körperlichen Auswirkungen:

1. Menstruationsphase (Desquamationsphase)

Wenn keine Befruchtung stattgefunden hat, sinkt der Progesteronspiegel – die Gebärmutterschleimhaut wird abgestoßen. Das passiert mithilfe von Kontraktionen der Gebärmutter und äußert sich als Menstruationsblutung.
Im Schnitt verlieren Menstruierende ca. 50 ml Blut, wobei Intensität und Dauer sehr unterschiedlich sein können.

👉 Während der Periode fühlen sich viele erschöpft, krampfig oder gereizt. Studien zeigen: Die Schmerzen, die einige Betroffene erleben, können vergleichbar mit einem Herzinfarkt sein. Und doch werden sie oft nicht ernst genommen.

2. Follikelphase (Proliferationsphase)

In dieser Phase kurbelt das Follikelstimulierende Hormon (FSH) die Reifung von Eibläschen (Follikeln) in den Eierstöcken an. Diese produzieren Östrogen, das dafür sorgt, dass sich die Gebärmutterschleimhaut wieder aufbaut. Gleichzeitig öffnet sich der Gebärmutterkanal, und der Zervixschleim wird flüssiger – ideal für Spermien.

✨ Übrigens: Viele bemerken in dieser Phase mehr Energie, bessere Haut und eine stabilere Stimmung – das ist kein Zufall, sondern hormonell gesteuert.

3. Eisprung (Ovulation)

Ein Anstieg von LH (Luteinisierendes Hormon) löst den Eisprung aus: Der Follikel platzt, und die Eizelle wird in den Eileiter freigesetzt.
Nur etwa 24 Stunden ist sie befruchtbar – passiert das nicht, stirbt sie ab. Währenddessen verändert sich der Zervixschleim erneut, wird glasig und dehnbar – ein Zeichen für hohe Fruchtbarkeit.

👉Wusstest du? Auch wenn kein Eisprung stattfindet (Anovulation), kann trotzdem eine Blutung auftreten. Weiblicher Zyklus ≠ Eisprung!

4. Lutealphase (Sekretionsphase)

Jetzt übernimmt das Progesteron die Regie. Es wird vom Gelbkörper – dem ehemaligen Follikel – produziert und bereitet die Gebärmutter auf eine mögliche Schwangerschaft vor. Die Schleimhaut wird durchblutet, stabilisiert und bereit zur Einnistung.
Kommt es nicht dazu, sinkt der Progesteronspiegel – und die nächste Menstruation beginnt.

🧠 In dieser Phase spüren viele Menstruierende PMS-Symptome: Reizbarkeit, Heißhunger, Müdigkeit oder depressive Verstimmungen sind typische Begleiter.


Wie viele Tage nach der Regel ist man fruchtbar?

Die fruchtbaren Tage liegen meist zwischen dem 10. und 16. Zyklustag, also etwa 4–10 Tage nach Beginn der Periode – je nachdem, wie lang dein Zyklus ist. Besonders fruchtbar bist du in den 1–2 Tagen vor dem Eisprung, weil die Spermien mehrere Tage im Körper überleben können.

Wann ist die Wahrscheinlichkeit am geringsten, schwanger zu werden?

Die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, ist am geringsten direkt nach der Periode und kurz vor der nächsten – also in der frühen Follikelphase und der späten Lutealphase. Aber Achtung: Ein Eisprung kann sich verschieben – ganz sicher ist es nie ohne Verhütung.

Zyklusbeschwerden: Normal oder nicht?

Zwischen 4 und 8 von 10 Menstruierenden erleben Beschwerden rund um die Periode. Neben PMS gehören auch:

zu häufigen Symptomen. Wenn du dich regelmäßig dadurch eingeschränkt fühlst – sprich mit medizinischem Fachpersonal.

💡 Tipp: Studien zeigen, dass Akupunktur bei starken Regelschmerzen helfen kann.

 

Zyklusveränderungen im Laufe des Lebens

Dein Zyklus ist kein starres System – er verändert sich mit dir:

  • Pubertät: Erste Zyklen oft unregelmäßig, leicht oder schmerzhaft.

  • Schwangerschaft & Stillzeit: Der Zyklus pausiert. Die Rückkehr der Periode ist individuell – sie kann wenige Wochen bis viele Monate nach der Geburt einsetzen.

  • Wechseljahre: Der Zyklus wird unregelmäßig, die Hormonproduktion sinkt. Irgendwann bleibt die Periode dauerhaft aus – das ist die Menopause (durchschnittlich mit ca. 51 Jahren).

 

Zyklustracking – Methoden & Tools

Ob mit App, Temperaturmessung oder klassisch im Kalender: Deinen Menstruationszyklus zu tracken, hilft dir, Symptome besser zu verstehen, deinen Eisprung zu erkennen und zu sehen, wie dein Körper auf Ernährung, Stress oder Schlaf reagiert.

Zyklustracking klingt erstmal nüchtern, ist aber in Wirklichkeit ziemlich kraftvoll. Denn je besser du weißt, was dein Körper wann macht, desto leichter wird es, dich selbst zu verstehen – und dich gut um dich zu kümmern.

Ob du deine fruchtbaren Tage bestimmen willst, herausfinden möchtest, warum du an manchen Tagen voller Energie bist und an anderen einfach durchhängst – oder ob du Zyklusstörungen frühzeitig erkennen willst: Das alles geht mit ein bisschen Beobachtung und den richtigen Tools.

🖊️ Die Klassiker: analoges Zyklustracking
Ein einfacher Menstruationskalender (digital oder analog) kann schon viel bewirken. Trag deine Blutungstage, Symptome, Stimmung oder besondere Beobachtungen ein – und mit der Zeit erkennst du Muster.

🌡️ Temperaturmethode fürs Zyklustracking
Wenn du jeden Morgen deine Basaltemperatur misst (also direkt nach dem Aufwachen), kannst du den Eisprung ziemlich genau eingrenzen. Die Körpertemperatur steigt nach dem Eisprung leicht an – ein zuverlässiger Hinweis.

📱 Digitales Zyklustracking
Apps und Wearables sind echte Gamechanger. Sie tracken nicht nur Menstruation und Eisprung, sondern auch Schlaf, Hauttemperatur, Puls oder sogar Stimmungsschwankungen. Viele erinnern dich automatisch an deine fruchtbaren Tage oder zeigen dir, wann du dich lieber etwas schonen solltest.

💡 Wichtig: Zyklustracking soll dir dienen – kein Stress, wenn nicht alles perfekt aufgeht. Dein Körper ist kein Uhrwerk. Aber mit der Zeit bekommst du ein ziemlich gutes Gefühl dafür, was er dir sagen will.

 

Welche Menstruationsprodukte passen zu dir?

Der Markt ist vielfältiger denn je – hier ein Überblick:

  • Binden: unkompliziert, aber oft mit hohem Plastikanteil. Sie können bei empfindlicher Haut zu Reizungen führen und erzeugen viel Müll.

  • Tampons: saugen das Blut im Körperinneren auf und sind beim Schwimmen oder Sport praktisch. Wichtig: regelmäßig wechseln, um Infektionen wie das Toxische Schocksyndrom (TSS) zu vermeiden.

  • Menstruationstassen: kleine Silikonbecher, die das Blut auffangen. Sie sind nachhaltig, diskret und ideal für erfahrene Nutzer:innen.

  • Periodenunterwäsche: saugfähige, wiederverwendbare Slips, die wie normale Unterwäsche getragen werden. Besonders angenehm für Anfänger:innen, bei leichter bis mittlerer Blutung oder als zusätzliche Sicherheit.

💡 Je nach Phase, Stärke deiner Blutung oder Alltagssituation kann es sinnvoll sein, verschiedene Produkte zu kombinieren. Wichtig ist: Du sollst dich sicher, wohl und frei fühlen.

 

Weiblicher Zyklus & Psyche – wie Hormonwellen unsere Stimmung beeinflussen

Dass unser Zyklus nicht nur körperlich, sondern auch emotional einiges mit uns macht, hast du bestimmt schon mal gespürt. Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Traurigkeit – besonders kurz vor der Periode, in der sogenannten Lutealphase, ist bei vielen Menschen emotional richtig was los.

Der Grund? Hormone wie Progesteron und Östrogen gehen in dieser Phase ganz eigene Wege – und beeinflussen auch unser Gehirn. Manche erleben das nur leicht, andere sehr intensiv.

Eine besonders herausfordernde Form davon ist die PMDS (Prämenstruelle dysphorische Störung) – eine Art „PMS hoch zehn“. Betroffene kämpfen mit starken Stimmungstiefs, Ängsten oder sogar depressiven Episoden, die den Alltag richtig schwer machen können. Wenn du merkst, dass es dir regelmäßig psychisch schlecht geht rund um deine Periode, sprich unbedingt mit Ärzt:innen oder Therapeut:innen – du bist damit nicht allein, und es gibt Hilfe.

Auch umgekehrt wirkt sich unser psychisches Wohlbefinden auf den Zyklus aus: Stress, Schlafmangel oder emotionale Belastung können ihn aus dem Takt bringen – Zyklen werden unregelmäßig oder bleiben sogar ganz aus.

✨ Was helfen kann: Dinge, die dich entspannen – ob Meditation, Atemübungen, Spaziergänge oder Yoga. Manchmal ist auch einfach ein gutes Gespräch Gold wert. Dein Körper hört zu, wenn du auf dich achtest.

 

Ernährung und Lebensstil im Einklang mit dem Zyklus

Dein Körper leistet während des Zyklus jeden Monat echte Schwerstarbeit – Grund genug, ihn dabei bestmöglich zu unterstützen. Mit der richtigen Ernährung und einem achtsamen Lebensstil kannst du nicht nur dein Wohlbefinden stärken, sondern auch Zyklusbeschwerden lindern und deinen Hormonhaushalt ausbalancieren.

🥗 Was deinem Körper jetzt guttut:
In jeder Zyklusphase braucht dein Körper ein bisschen was anderes. Generell helfen frische Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und gesunde Fette dabei, dich in Balance zu halten. Besonders in der Menstruationsphase sind Eisen (z. B. aus Linsen oder Spinat) und Vitamin C (z. B. aus Zitrusfrüchten) wichtig, um den Blutverlust auszugleichen und deine Energie zu boosten.

Magnesium kann Menstruationskrämpfe mildern, Omega-3-Fettsäuren wirken entzündungshemmend und beruhigen PMS-Symptome. Auch ein bisschen weniger Zucker und Koffein kann Wunder wirken – gerade wenn du das Gefühl hast, hormonell Achterbahn zu fahren.

🧘‍♀️ Bewegung – aber in deinem Tempo:
Du musst keinen Marathon laufen, um deinem Zyklus etwas Gutes zu tun. Schon leichte Bewegung wie Yoga, Spaziergänge oder Schwimmen kann helfen, Stress zu reduzieren und Stimmungsschwankungen abzufangen.

Wichtig dabei: Hör auf deinen Körper. In der Menstruationsphase brauchst du vielleicht mehr Ruhe, während du dich rund um den Eisprung wie Superwoman fühlst. Beides ist okay – und beides ist Teil deines natürlichen Rhythmus.

 

Häufige Zyklusprobleme und deren Ursachen

So individuell wie jede menstruierende Person ist auch ihr Zyklus – und manchmal läuft eben nicht alles rund. Unregelmäßige Blutungen, Schmerzen oder das komplette Ausbleiben der Periode sind keine Seltenheit und haben oft nachvollziehbare Gründe.

😣 Starke Periodenschmerzen (Dysmenorrhoe)
Krampfartige Schmerzen während der Menstruation? Leider für viele Alltag. Häufig sind sogenannte Prostaglandine schuld – körpereigene Botenstoffe, die die Gebärmutter zu stärkeren Kontraktionen anregen. Das kann richtig wehtun.

💡 Wärmflasche, Magnesium, Bewegung oder auch Periodenunterwäsche können helfen, die Beschwerden erträglicher zu halten.

🕳️ Ausbleibende Periode (Amenorrhoe)
Wenn die Menstruation über längere Zeit ausbleibt, kann das verschiedene Ursachen haben: extremer Gewichtsverlust, intensives Training, chronischer Stress oder hormonelle Ungleichgewichte. Auch das Absetzen hormoneller Verhütung oder bestimmte Erkrankungen wie PCOS (Polyzystisches Ovarialsyndrom) können dahinterstecken.

PCOS kann sich nicht nur durch unregelmäßige Zyklen zeigen, sondern auch durch Hautprobleme, Haarausfall oder vermehrte Körperbehaarung. Ein Check bei Gyn oder Endokrinolog:in bringt hier Klarheit.

🌧️ PMS – wenn vor der Periode die Gefühle Achterbahn fahren
Das Prämenstruelle Syndrom (PMS) betrifft viele Menstruierende – mit Symptomen wie Stimmungsschwankungen, Brustspannen, Müdigkeit oder Heißhungerattacken. Was genau dahinter steckt, ist noch nicht ganz geklärt, aber klar ist: Hormonelle Veränderungen und das Zusammenspiel mit dem Nervensystem spielen eine zentrale Rolle.

👉 Wichtig zu wissen: Du musst dich mit starken Beschwerden nicht einfach abfinden. Sprich mit medizinischem Fachpersonal – gemeinsam findet ihr Wege, wie du deinen Zyklus besser verstehen und mit Beschwerden umgehen kannst.

 

Wie ist der Zyklus, wenn man die Pille nimmt?

Wenn du die Pille nimmst, hast du keinen natürlichen Zyklus mehr – die Hormone in der Pille unterdrücken den Eisprung. Die sogenannte „Blutung“ in der Pillenpause ist keine echte Menstruation, sondern eine Abbruchblutung, die durch den Hormonentzug entsteht. Dein Hormonverlauf bleibt also künstlich konstant.

Durchfall während der Periode: Natürliche Linderung

Während der Menstruation erleben viele Frauen nicht nur Menstruationsbeschwerden, sondern auch Verdauungsprobleme wie Verstopfung oder Durchfall. Diese Beschwerden können durch hormonelle Veränderungen im Körper während dieser Zeit ausgelöst werden.